MEGWARE TOP500-Cluster in Wien eingeweiht

Chemnitz, 28. Juni 2011 - Vienna Scientific Cluster 2 (VSC-2) auf Platz 56 der leistungsfähigsten Supercomputer der Welt

Österreich ist in der TOP500-Liste erstmals unter den 100 leistungsfähigsten Supercomputern der Welt vertreten. Der von der Firma MEGWARE gelieferte VSC-2 ist mit 135,6 TeraFlop/s Österreichs schnellster Rechner und belegt im aktuellen Ranking einen hervorragenden 56. Platz.

Die Ergebnisse der TOP500-Liste wurden im Rahmen der International Supercomputing Conference 2011 in Hamburg bekannt gegeben. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der TOP500-Platzierung fand in Wien die Einweihungsfeier des VSC-2 statt. Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft würdigten die Bedeutung des neuen, leistungsfähigen Supercomputers für die österreichische Wissenschafts- und Forschungslandschaft.

„Mit dem Start der zweiten Ausbaustufe verfügt der Wissenschaftsstandort Wien nun über einen leistungsstarken Forschungsturbo, der neue Ressourcen für die in vielen Bereichen der Wissenschaft und Forschung immer wichtiger werdenden Computer-Simulationen schafft", betont Dr. Karlheinz Töchterle, Wissenschafts- und Forschungsminister der Republik Österreich im Rahmen der Eröffnung. „Gemeinsam mit dem deutschen Hersteller MEGWARE haben wir eine richtungsweisende und forschungsfördernde Infrastruktur geschaffen".

Auch Sabine Seidler, Vizerektorin der Technischen Universität Wien, verweist auf die Bedeutung des MEGWARE-Clusters: „Schon bisher waren leistungsfähige Großrechner ein unverzichtbares Werkzeug für unsere Forschung. Mit dem VSC-2 sind wir weiterhin international ganz vorne mit dabei und werden auch in Zukunft viel beachtete Forschungsergebnisse erzielen".

Professor Herbert Störi, wissenschaftlicher Leiter des Projekts, bestätigt dem MEGWARE-System eine besonders hohe Energieeffizienz. Dies war bei Vergabe des Auftrags ein wesentliches Entscheidungskriterium: „Der neue VSC-2 wird in wassergekühlten Schränken mit einer Vorlauftemperatur von 18 Grad arbeiten, anstatt mit sechs Grad kaltem Wasser, wie es bei älteren Systemen üblich ist. Die anfallenden Kosten sind damit deutlich geringer."

Auch Stefano Chiavegati, Sr. Manager Channel Marketing, AMD ist sich sicher: „Mit den verwendeten Prozessoren der Opteron-Reihe ergibt sich schon jetzt eine hohe Rechenleistung bei einer geringen Leistungsaufnahme. Verbunden mit solch einem effizienten und innovativen Kühlkonzept ist das ein zukunftsträchtiger Weg, Höchstleistungsrechner wie den VSC-2 wirtschaftlich zu betreiben und Forschung noch umweltfreundlicher zu gestalten."

Der VSC-2 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Wien, der Universität Wien sowie der Universität für Bodenkultur Wien. Insgesamt enthält das System 1314 Rechenknoten. Jeder Knoten verfügt über zwei Prozessoren vom Typ AMD Opteron 6132 HE mit 2,2 GHz Taktrate und je acht Prozessorkernen. Den Nutzern der drei Wiener Hochschulen stehen so mehr als 21.000 Prozessorkerne für wissenschaftliche Berechnungen zur Verfügung. Die Anschaffungskosten liegen bei 4,2 Millionen Euro.

Neben AMD sind ASUS, Kingston und Zippy wichtige Partner in diesem Projekt.

Jana Mitschke

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