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Supercomputer an der Universität Bayreuth erreicht TOP500-Platzierung


05.07.2013

Chemnitz/Bayreuth, 5. Juli 2013 – Mit einem feierlichen Festakt wurde gestern an der Universität in Bayreuth der neue Hochleistungsrechner eingeweiht. Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, und die Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth, Brigitte Merk-Erbe, haben das System mit dem Namen "btrzx3" offiziell für die Nutzer freigegeben. Mit einer Leistung von 97,6 TeraFlop/s gehört der HPC-Cluster aktuell zu den leistungsfähigsten Rechnern der Welt und erreicht in der renommierten TOP500-Liste Platz #486. Entwickelt und installiert wurde der Supercomputer vom deutschen Hersteller MEGWARE.

Nach 2005 und 2009 vergab die bayerische Bildungsstätte den Auftrag über die Lieferung aktueller Hochleistungstechnik nun erneut an den Supercomputer-Spezialisten MEGWARE. Der Hochleistungsrechner btrzx3 besteht aus insgesamt 12 Serverschränken. Integriert sind 416 Knoten mit je zwei Prozessoren vom Typ AMD Opteron 6348 2,8 GHz sowie vier 4-Wege-Systeme. Die Compute-Knoten haben einen Arbeitsspeicher von 64GB bzw. 128GB und sind mit einem schnellen QDR-Infiniband-Netzwerk verbunden.

Supercomputer sind in der Forschung extrem wichtig. Der neue btrzx3 ist hauptsächlich für hochgradig parallelisierbare Rechenaufgaben gedacht. Rechenaufträge, die eine hohe Einzelcore-Leistung benötigen, können das Vorgängersystem "btrzx5" nutzen, welches ebenfalls von MEGWARE geliefert wurde. In Bayreuth berechnen Wissenschaftler insbesondere Aufgaben aus den Bereichen der Physik, der Biochemie und den Materialwissenschaften. Derzeit werden die neuen Ressourcen bereits genutzt, um das Verhalten von Plasma, wie es auf der Sonnenoberfläche vorkommt, in Abhängigkeit von Magnetfeldern zu berechnen. Im Moment sind etwa 8.000 der mehr als 10.000 Prozessorkerne mit diesen Berechnungen beschäftigt. Um der hohen Nachfrage nach Rechenleistung gerecht zu werden, ist der btrzx3 rund um die Uhr in Betrieb.

Der HPC-Cluster steht im neu errichteten Labor- und Praktikumsgebäude der Universität Bayreuth, wo demnächst mehrere Lehrstühle, wie bspw. die Biochemie, die Geowissenschaften und die Mechatronik einziehen werden. Durch die Größe des Systems und den fortlaufenden Betrieb sind die Temperaturen sehr hoch – diese Abwärme wird genutzt, um das komplette Gebäude zu beheizen.

"Mit Veröffentlichung des aktuellen Rankings der leistungsfähigsten Supercomputer der Welt steht auch fest, dass wir erstmalig mit vier Systemen in der TOP500-Liste vertreten sind und MEGWARE damit weiterhin die Nummer 1 der deutschen Supercomputing-Hersteller ist", erklärt Jana Mitschke, Marketingverantwortliche bei MEGWARE. Neben Bayreuth stehen weitere MEGWARE-TOP500-Cluster an den Universitäten in Oslo, Mainz und Wien.

Weitere Informationen unter www.megware.com 

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