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Supercomputing-Standort Chemnitz: MEGWARE und TU Chemnitz kämpfen international um Titel im Hochleistungsrechnen


11.06.2013

Chemnitz, 11. Juni 2013 – Ein Team aus sechs Chemnitzer Studenten wird im Rahmen der „Student Cluster Challenge“ auf der diesjährigen International Supercomputing Conference (ISC) Mitte Juni 2013 gemeinsam mit acht weiteren Teams in Wettbewerb treten, um aus einem selbstgebauten Supercomputer die größtmögliche Leistung herauszuholen. Technisch unterstützt wird das Team dabei durch den Chemnitzer Supercomputer-Hersteller MEGWARE.

Die ISC Student Cluster Challenge wurde 2012 ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Rechnersystem aus Hard- und Software-Komponenten zusammenzustellen und so zu konfigurieren, dass vorgegebene Problemstellungen so schnell wie möglich gelöst werden. „Einige der Applikationen, wie sie z.B. in den Bereichen der Biochemie, der Quantenmechanik oder der Wettervorhersage genutzt werden, sind den Teams bereits im Vorfeld bekannt, andere sind noch geheim und werden erst vor Ort auf der ISC vorgestellt“, so Nico Mittenzwey, HPC-Ingenieur bei MEGWARE. Es wird also eine Art Real-Time-Challenge inmitten des Messegeschehens. Laut Reglement müssen die Teams dabei beachten, dass der gebaute Supercomputer zu keinem Zeitpunkt mehr als 3 Kilowatt Strom verbrauchen darf – 3 Kilowatt entsprechen dabei ungefähr der Energieaufnahme von drei handelsüblichen Kaffeemaschinen. Es gilt also, das Optimum aus Leistung und Stromverbrauch zu finden.

Insgesamt gehen neun Teams an den Start. Die Konkurrenz ist dabei international – Teilnehmer aus Südafrika, China, den USA, Costa Rica, Großbritannien und Deutschland haben sich qualifiziert. Das Chemnitzer Team mit dem Namen „TurboTUC“ tritt mit sechs Studierenden der Technischen Universität an. Sie sind zwischen 22 und 25 Jahren und studieren Informatik und Naturwissenschaften. „Die Herausforderung bestand für uns zunächst einmal darin, leistungsfähige Hardware zu beschaffen und dann die richtigen Komponenten zu verwenden“, so Teammitglied Sebastian Siegert. „Zudem erfahren wir Teile der Anwendungen erst im Laufe der Messe – dann wird sich zeigen, ob und wie gut wir diese an unseren Supercomputer anpassen können, um das Problem möglichst schnell und energieeffizient zu lösen“, ergänzt Henrik Kretzschmar.

Als Partner hat das Team TurboTUC den Supercomputer-Hersteller MEGWARE an seiner Seite. „Wir freuen uns, dass sich an der Chemnitzer Universität ein Team HPC-interessierter Studenten zusammengefunden hat, die sich dem internationalen Wettbewerb stellen werden“, sagt Jana Mitschke, Marketingverantwortliche bei MEGWARE. „Die Studenten sind hochmotiviert und haben erste Erfahrungen im parallelen Programmieren und im Design und der Analyse paralleler Anwendungen. Wir unterstützen sie mit hochmoderner, leistungsstarker Hardware und geben technische Hilfestellung, wenn Fragen auftauchen“.

Aufseiten der Universität werden die Nähe zum Supercomputing-Hersteller und dessen Engagement geschätzt: „Durch die Zusammenarbeit mit den HPC-Spezialisten der MEGWARE haben wir wettbewerbsfähige Hardware und auch wichtige Hinweise zu den Möglichkeiten der neuesten Supercomputing-Technologien erhalten, die das Chemnitzer Team voranbringen“, so Prof. Dr. Wolfgang Rehm von der Professur Rechnerarchitektur der Technischen Universität. „Junge Studenten werden so bereits vor dem Bachelorabschluss in Praxis-Projekte eingebunden und können erste Verbindungen zu IT-Unternehmen knüpfen.“

Einfach wird es aber mit Sicherheit nicht, zumal einige der Teams bereits das zweite Mal dabei sind und schon Erfahrung haben. In China gab es aufgrund des großen Interesses sogar einen Vorausscheid, in dem sich nur die besten aus insgesamt 32 Teams für den jetzigen Wettbewerb auf der ISC qualifiziert haben. Es wird also spannend!

Weitere Informationen unter www.megware.com 

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