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MEGWARE erhält Zuschlag der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Lieferung eines neuen Hochleistungsrechners.


02.09.2016

Chemnitz, 2.9.2016 – MEGWARE

Die Universität Jena beauftragt MEGWARE zur Lieferung eines neuen Hochleistungsrechenclusters (HPCC –High-Performance Computing Cluster) für die wissenschaftliche Forschung der Arbeitsgruppen Advanced Computing, Gravitationstheorie, Theoretische Chemie, Bioinformatik, Visuelle Erkennung, Computational Material Science und Wissenschaftliches Rechnen. Die Beschaffung erfolgt in Kooperation mit dem Universitätsrechenzentrum (URZ), das im Rahmen der Beschaffungsmaßnahme als gleichberechtigter Partner weitere universitäre Einrichtungen repräsentiert.



Die Installation des neuen Hochleistungsrechenclusters mit einem Gesamtvolumen von 1 Million Euro wird im Oktober 2016 im Universitätsrechenzentrum realisiert. Installiert werden mehr als 125 Rechenknoten im 2U Twin² Gehäuse mit jeweils 2x Intel Xeon 'Broadwell' E5-2650v4 - 12-Core Prozessoren und einer 2,2 GHz Rechenleistung pro CPU. Die Rechenknoten verfügen über einen großen Arbeitsspeicher von 128 GiB und zusätzlicher lokaler 256 GiB SSD Festplatte. Parallel dazu werden weitere 10 Knoten für den Einsatz von GPUs im Gesamtsystem integriert. Zwei 1HE Twin-Gehäuse werden als FAT Knoten baugleich wie die Rechenknoten mit großen 1024 GiB Hauptspeicher im Gesamtsystem für besonders rechenintensive Applikationen eingebaut. Alle Knoten inklusive Service- und Loginknoten sowie dem Speichersystem sind mit dem modernsten High-Speed Cluster Interconnect Intel Omni-Path mit einander verbunden. Ähnlich wie Infiniband lässt sich Omni-Path über Kabel und entsprechende Switches leiten, um alle Komponenten im Gesamtsystem zu koppeln. Omni-Path ist eng mit Infiniband verwandt, bietet aber einige sinnvolle Optimierungen. Insbesondere die neue Scalable System Framework (SSF) Architektur verspricht ein besseres, skalierbareres und flexibleres HPC-System.



„Neue Erkenntnisse in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft werden heute zunehmend durch datengetriebene Analysen und rechenintensive Simulationen gewonnen. Der von uns heiß ersehnte Rechner wird daher die Arbeitsmöglichkeiten in einer Fülle von unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen erheblich verbessern“, freut sich Prof. Martin Bücker vom Institut für Informatik auf die bevorstehende Installation des Hochleistungsrechenclusters.



Das Speichersystem beinhaltet zwei Metadaten-Server sowie drei Object-Storage-Server und basiert auf dem parallelen Dateisystem BeeGFS. Auf Basis dieser Konfiguration steht für die Metadaten eine nutzbare Kapazität von 4,8 TB bereit. Diese Speicherkapazität halbiert sich in der angebotenen Variante auf 2,4 TB, da für die verteilte Speicherung und Sicherung der Metadaten eine zusätzliche Mirroring-Funktion genutzt wird. Die Funktion steht standardmäßig im BeeGFS zur Verfügung und ermöglicht das parallele Speichern auf zwei unterschiedlichen Servern. Auf Basis der Object-Storage-Server Konfiguration werden 96 TB Nettokapazität zur Verfügung gestellt. Für alle drei Server ergibt sich somit eine nutzbare Gesamtkapazität von 288 TB.



„Zwischen der Universität Jena und MEGWARE besteht seit dem Jahr 2008 eine enge Partnerschaft. Damals haben wir uns maßgeblich am Aufbau des OMEGA Linux Clusters beteiligt und bis jetzt stetig erweitert. Die letzte Ausbaustufe im Jahr 2013 beinhaltete 31 Knoten. Umso mehr freuen wir uns jetzt wieder einen richtig großen Schritt am Ausbau der HPC Infrastruktur leisten zu dürfen“. – so André Singer – HPC Projektmanager bei MEGWARE.

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