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Kollegienhaus (Blick aus dem Schlossgarten) (Bild: FAU/Erich Malter)

MEGWARE übergibt neuen Hochleistungsrechner „MEGGIE“ an die FAU Erlangen-Nürnberg im Freistaat Bayern


11.01.2017

Chemnitz, 9.1.2017 – MEGWARE Stammsitz

Die Friedrich-Alexander-Universität baut ihre High-Performance-Computing-(HPC)-Ressourcen weiter aus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Forschungsstandortes Erlangen-Nürnberg.
Mit der Firma MEGWARE Computer Vertrieb und Service GmbH aus Chemnitz-Röhrsdorf wurde ein Vertrag über die Installation eines neuen Hochleistungsrechners geschlossen. Das System wird in die Jahre gekommene HPC-Systeme des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) ersetzen und gleichzeitig die verfügbare Rechenleistung steigern. MEGWARE hat sich in einer EU-weiten offenen Ausschreibung gegen sieben Konkurrenten durchgesetzt und den Auftrag mit einem Gesamtvolumen von rund 2,4 Mio. € erhalten.



Der neue Supercomputer basiert auf den aktuellen Server-Mikroprozessoren vom Typ „Broadwell EP“ der Firma Intel und bezieht seine Leistung aus über 14.000 Rechenkernen. Die einzelnen Dual-Socket-Rechenknoten sind über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk (Intel OmniPath) miteinander gekoppelt, was einen effizienten Einsatz für hochkomplexe Simulationsaufgaben erst möglich macht. Die LINPACK-Rechenleistung beträgt 472.15 TFlop/s (Rmax) (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) und erreichte damit im November 2016 Platz 346 in der Top500-Liste (www.top500.org).



Gegenüber dem aktuell leistungsfähigsten HPC-System der FAU erhöht sich die Kern- und Knotenanzahl um etwa ein Drittel, während sich die theoretische Spitzenrechenleistung mehr als verdoppelt. Ob und wie stark Simulationsanwendungen von dieser architekturbedingten Erhöhung der Spitzenrechenleistung profitieren, hängt vom Grad der Optimierung der Anwendungen ab. Genau an dieser Schnittstelle zwischen komplexer Technik und den Bedürfnissen der Wissenschaftler setzt die Arbeit des HPC-Teams am RRZE ein. Es hilft Wissenschaftlern der FAU und der Region bei einer effizienten Nutzung der Hochleistungssysteme und sichert eine maximale Performanceverbesserung ihrer Anwendungen. Finanziell werden die Aktivitäten im Rahmen von KONWIHR durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Mitteln aus der High-Tech-Offensive Bayern gefördert.



Zugang zu den Hochleistungsrechnern am RRZE und damit natürlich auch zu dem neuen System, erhalten alle Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität mit hochkomplexen Simulations-aufgaben für die PCs und Server des eigenen Lehrstuhls nicht mehr ausreichen. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: Vor allem Kunden aus den Materialwissenschaften und der Physik, aber auch aus den „Life Sciences“, der theoretischen Chemie, den Ingenieurwissenschaften, der angewandten Mathematik und der Informatik sind seit mehreren Jahren auf den Systemen des RRZE aktiv. Ganz neu hinzugekommen sind u.a. die Klimaforscher aus der Geographie rund um Prof. Mölg, die zu einer signifikanten Steigerung des Rechenzeitbedarfs an der FAU beigetragen haben.



„Die Erfolgsgeschichte zwischen MEGWARE und dem Freistaat Bayern setzt sich mit dem neuen Supercomputer fort, denn „MEGGIE“ wird nicht nur die Rechenkapazität an der Universität maßgeblich erhöhen, sondern wird auch den Forschungsstandort Bayern durch den Sprung des Hochleistungsrechnersystems in die Liste der weltweit 500 schnellsten Rechner, noch besser positionieren“ freut sich Jörg Heydemüller – Repräsentant bei MEGWARE.

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